10. FRANZÖSISCHE FILMTAGE

Fürth / Erlangen 9. - 15. November 2017

Eine Kooperation vom Freundeskreis Fürth-Limoges und dem Fürther Kino UFERPALAST sowie dem dFi (deutsch-französischen Institut) und dem E-Werk-Kino in Erlangen.

Als einmalige Aufführung zeigt der UFERPALAST den Film „Die Abenteuer des Rabbi Jacob“, eine aberwitzige Verwechslungskomödie mit Louis de Funès.

Alle Filme werden natürlich im französischen Original mit Untertiteln gezeigt. Mehr darüber und ausführliche Informationen zu den Filmen entnehmen Sie bitte dem Sonderprogramm zum Festival und auf www.franzoesischefilmtage.de



MARIE UND DIE SCHIFFBRÜCHIGEN

Marie et les Naufragé. F 2016, 104 Min., OmU, DCP, Regie+Buch: Sébastien Betbeder, mit: Pierre Rochefort, Damien Chapelle, André Wilms, Emmanuelle Riva (ohne FSK)

Siméon findet auf dem Weg aus der Bar die Brieftasche von Marie. Sie ist Gelegenheitsmodell, gescheiterte Babysitterin – und Single, weil sie sich gerade von ihrem Freund Antoine, einem melancholischen Schriftsteller, getrennt hat. Als sich Siméon und Marie zur Übergabe des Portemonnaies treffen, ist Siméon sofort verliebt. Auf der kleinen Ile de Groix sorgen eine geladene Waffe und der ausgeflippte alte Popstar Cosmo dafür, dass die Situation weiter außer Kontrolle gerät.

Auch in seinem neuen Film „Marie und die Schiffbrüchigen“ erweist sich Sébastien Betbeder als einer der verspieltesten der jungen französischen Regiegarde, ein offensichtlicher Epigone der Nouvelle Vague, der seine Figuren, die augenscheinlich autobiographisch geprägt sind, mit gleichermaßen skurrilem wie liebevollem Blick betrachtet.

-> Trailer, Filminfo + Anfangszeiten


ALIBI.COM

F 2017, 90 Min., OmU, DCP, Regie: Philippe Lacheau, mit: Philippe Lacheau, Élodie Fontan, Julien Arruti, Tarek Boudali, Didier Bourdon, Nathalie Baye, (FSK: ab 6)

Greg ist Geschäftsmann und sein jüngster Coup ist die Gründung des überaus erfolgreichen Unternehmens alibi.com: die zumeist männlichen Kunden werden bei Bedarf mit Alibis nach Maß beliefert. Zusammen mit seinem Partner Augustin und dem neuen Mitarbeiter Medhi wenden sie dabei alle Formen der Kunst an, um ihre Klienten zu decken oder ihnen aus der Patsche zu helfen. Doch dann lernt Greg die schöne Flo kennen – und wenn diese eins verabscheut, dann sind es lügende Männer... Selbstredend, dass Flo unter keinen Umständen den Hintergrund von Gregs Erfolg erfahren darf.

„alibi.com“ ist der neuste Publikumshit des französischen Regisseurs und Schauspielers Philippe Lacheau, dessen letzte Komödie „Babysitting“, die in Deutschland jedoch nicht ins Kino kam, in Frankreich zum Kult wurde!

-> Trailer, Filminfo + Anfangszeiten


DER TOD VON LUDWIG XIV

La Mort de Louis XIV. F/Portugal/Spanien 2016, 115 Min., OmU, DCP, Regie: Albert Serra, Drehbuch: Albert Serra, Thierry Lounas, mit: Darsteller: Jean-Pierre Léaud, Patrick d’Assumcao u.a. (ohne FSK)

Leid und Sterben machen auch vor den Mächtigsten, ja Absoluten nicht Halt: Der Sonnenkönig Ludwig XIV. – eine Paraderolle für die Truffaut-Ikone Jean-Pierre Léaud – verspürt im August 1715 nach einem Spaziergang plötzlich Schmerzen im Bein. Die nächsten Tage verbringt er in seiner Kammer, führt die Regierungsgeschäfte bestmöglich weiter und gleitet allmählich seinem Tod entgegen. Ein Historienfilm als Kammerspiel, Opulenz auf engstem Raum, der Totentanz eines Bettlägerigen – während um den Kranken herum schon so eifrig wie eifersüchtig an der Zukunft ohne ihn gebastelt wird. „Eine hypnotisierende Elegie.“ (New York Times)

„60 Jahre nachdem Jean-Pierre Léaud mit „Sie küssten und sie schlugen ihn“ seinen Durchbruch hatte, inszeniert Albert Serra ihn als sterbenden Sonnenkönig in einer pompösen, majestätischen Studie über Tod und Vergänglichkeit. Sicherlich der schönste Film in Cannes 2016." (Sight & Sound)

-> Trailer, Filminfo + Anfangszeiten


DER WEIN UND DER WIND

Ce qui nous lie. F 2017, 114 Min., OmU, DCP, Regie: Cédric Klapisch, mit: Pio Marmaï, Ana Girardot, François Civil,Jean-Marc Roulot u.a. (FSK: ab 0)

Es ist Spätsommer im Burgund und die Weinernte steht bevor. Der dreißigjährige Jean kehrt nach vielen Jahren der Funkstille auf das idyllische Familienweingut zurück. Sein Vater liegt im Sterben und seine Geschwister Juliette und Jérémie, die das Gut in der Zwischenzeit aufrecht erhalten haben, können jede Unterstützung gebrauchen. Allerdings müssen die Geschwister erkennen, dass manch offene Wunden auch über die Jahre hinweg nicht heilen. Gemeinsam müssen sie entscheiden, ob die Familientradition weitergeführt werden soll oder jeder seinen eigenen Weg geht.

Mit dem Wandel der Jahreszeiten folgt Regisseur Cédric Klapisch („L’Auberge espagnole“-Trilogie, „So ist Paris“) dem Beziehungsgeflecht dreier ungleicher Geschwister. Bewegendes, französisches Erzählkino über die Kunst, das persönliche Glück zu finden, angesiedelt in den Weinbergen des schönen Burgund – ein filmischer Hochgenuss!

-> Trailer, Filminfo + Anfangszeiten


BARFUSS IN PARIS

Paris pieds nus. F/B 2016, 83 Min., OmU, DCP, Regie: Abel & Gordon, mit: Dominique Abel, Fiona Gordon, Emmanuelle Riva und Pierre Richard u.a. (FSK: ab 0)

Die kanadische Bibliothekarin Fiona reist aus ihrem Dorf im einsamen Norden Kanadas überstürzt nach Paris, um ihrer Tante Martha beizustehen, die nicht in ein Altersheim gesteckt werden will. Doch bei Fionas Ankunft ist die leicht senile, aber vitale Tante verschwunden. Die tollpatschige Fiona, die bereits mit ihrem riesigen Rucksack in der Metro-Ticketschleuse stecken geblieben war, erlebt auf ihrer Suche aberwitzige Situationen und trifft immer wieder den Lebenskünstler Dom, der sich in Fiona verliebt und ihr folgt.

Die Filme der Tänzer Dominique Abel und Fiona Gordon sind durch ihren tänzerischen Bezug zu den Slapstick-Anfängen der Kinounterhaltung etwas ganz Besonderes. In ihrem aktuellen Film ist neben Pierre Richard die kürzlich verstorbene Emmanuelle Riva, die mit Alain Resnais „Hiroshima mon amour“ und Michael Hanekes „Liebe“ unsterblich geworden ist, in einer ihrer letzten Rollen zu sehen.

-> Trailer, Filminfo + Anfangszeiten


MADEMOISELLE MARIE

D 2015, 97 Min., dt. m. franz.UT, DCP. Mit: Romina Satiro, Manuel Unterburger, Klaus Kinzel und in weiteren Rollen 80 Darsteller des Vereins der Cadolzburger Burgfestspiele. (FSK: ab 6)

Verfilmung des Musicals, das von der fränkischen Bäuerin Marie handelt, die sich in den französischen Zwangsarbeiter François verliebt, der ihrem Hof während des Zweiten Weltkrieges zugewiesen wurde. Eine gemeinsame Zukunft in Frankreich scheint unmöglich, so dass die beiden nach Franken zurückkehren. Ihre Liebe überwindet alle Vorurteile, bis eines Tages der tot geglaubte Mann der Bäuerin vor ihnen steht.

Der in Teilen dokumentarische Film spielt 1955 und setzt sich für Aussöhnung und Völkerverständigung ein. So etwa die Begegnung mit dem Franzosen Robert Hébras, der im Juni 1944 das Massaker der SS an der Bevölkerung von Oradour-sûr Glane überlebt hat und seine Erlebnisse schildert. Hébras kämpft seit Jahren für die Aussöhnung und Freundschaft zwischen Deutschen und Franzosen.

-> Trailer, Filminfo + Anfangszeiten


DIE ABENTEUER DES RABBI JACOB

Les Aventures de Rabbi Jacob. F/I 1973, 100 Min., Orig. m. franz.UT, 35mm, Regie: Gérard Oury, mit: Louis de Funès, Suzy Delair, Marcel Dalio, Claude Giraud (FSK: ab 6)

Victor Pivert ist ein Ekel: großkotzig, herrschsüchtig und durch und durch ein Antisemit. Doch dann trifft er auf einer Reise den arabischen Revolutionär Slimane, dem ein Killerkommando nach dem Leben trachtet. Um sich vor der Polizei und den Killern zu schützen, verkleiden sich beide als jüdische Rabbiner – und werden prompt mit Rabbi Jacob und dessen Freund verwechselt und als solche begeistert in Paris empfangen. Dabei kommt es natürlich zu allerlei Verwirrungen und einer turbulenten Verfolgungsjagd ...

Louis de Funès präsentiert sich hier auf der Höhe seiner Kunst. Regisseur Gérard Oury inszenierte eine witzige Verwechslungskomödie, die er gekonnt mit Action und ironischen Seitenhieben auf Rassismus und politische Unzulänglichkeiten spickte.

-> Trailer, Filminfo + Anfangszeiten

www.uferpalast.de uses cookies. Close