Aktuelle Filme in Originalsprache mit Untertiteln (OmU):

DIE FRAU IM MOND

Mal de Pierres. F/B/Can 2016, 120 Min., franz. OmU, DCP, Regie: NICOLE GARCIA
Buch: Jaques Fischie und Nicole Garcia, Kamera: Christophe Beaucarne
Musik: Daniel Pemberton; Mit: Marion Cotillard, Louis Garrel, Alex Brendemühl

DO 20.4. FR 21.4. SA 22.4. SO 23.4. MO 24.4. DI 25.4. MI 26.4.
-- 21:00 19:00 15:00 20:00 -- 20:00

Gabrielle (Marion Cotillard) leidet unter der sogenannten „Steinkrankheit" („mal de pierres“), bei der sich in verschiedenen Teilen des Körpers harte Gebilde formen, die je nach befallener Körperregion zu unterschiedlichen Symptomen führen.

Doch sind die Fremdkörper im eigenen Leib nicht das, was Gabrielle am meisten plagt. Der eigentliche Schmerz lastet auf ihrer Seele: In ihr brennt eine Leidenschaft, eine Sehnsucht nach einer vollkommenen, alles verschlingenden und bedingungslosen Liebe, die sie einfach nicht finden kann.

Als die „Überspanntheiten“ der fast schon erwachsenen Tochter den Eltern zu viel werden, stellen sie sie vor eine Entscheidung: Entweder begibt sie sich in eine Psychiatrie oder stimmt einer arrangierten Ehe mit dem aus Spanien stammenden und vor Franco geflohenen José (Alex Brendemühl) zu. Widerwillig und nur unter der Bedingung, dass sie keinen Sex mit José haben muss, lässt sich die junge Frau auf den Handel ein. Die Ehe bleibt überschattet von Gabrielles verzehrender Sehnsucht. Ein Kuraufenthalt zur Behandlung ihrer Steine bringt sie mit dem im Indochina-Krieg verwundeten Soldaten André (Louis Garrel) zusammen, und sie glaubt, in ihm all das zu finden, was sie sich immer schon ersehnt hat.

Mal de pierres“ basiert lose auf dem im Jahr 2006 erschienenen gleichnamigen Roman von Milena Agus. Nicole Garcia hat für ihre Adaption einige Änderungen vorgenommen: Statt auf Sardinien spielt die Geschichte nun im Süden Frankreichs, auch der Zeitraum wurde verändert. Im Film wird der Soldat, in den sich die Protagonistin verliebt, statt im Zweiten Weltkrieg im Indochina-Krieg verletzt. Dank Nicole Garcias gelungener Regie und vor allem Marion Cotillards großartigem Spiel überzeugt „Mal de pierres“ über weite Strecken, als Melodram und Porträt einer freigeistigen Frau, die an den rigiden Vorstellungen ihrer Zeit gescheitert ist. ( nach: Joachim Kurz)

www.uferpalast.de uses cookies. Close