Zum Figurentheaterfestival | Stummfilm-Matinee mit Live-Piano:

FAUST– Eine deutsche Volkssage

D 1925/26, sw, 98 min., stumm mit Pianobegleitung
Regie: FRIEDRICH WILHELM MURNAU, Kamera: Carl Hoffmann, Bauten: Walter Röhrig
Mit: Emil Jannings, Gösta Ekman, Camilla Horn

DO 25.5. FR 26.5. SA 27.5. SO 28.5. MO 29.5. DI 30.5. MI 31.5.
-- -- -- 11:30 -- -- --

Durch aufgerissenes Gewölk jagen die verderbenbringenden apokalyptischen Reiter. Mephisto, der Geist des Bösen, wettet mit dem Erzengel um die Seele Fausts: „Kannst du in Faust das Göttliche zerstören: dein sei die Erde!“ Mephisto entfaltet seine ungeheuren Flügel, schwarzer Schatten fällt auf die Welt – das Leichentuch der Pest. Vergeblich sucht Faust ein Mittel gegen den Schwarzen Tod. Nur ein Weg scheint noch möglich: „Um Hilfe ruf ich dich, du Geist der Finsternis!“ Faust unterzeichnet mit Blut den Pakt, der ihm Macht und Herrlichkeit der Welt verspricht...

„Faust“ war Murnaus letzter deutscher Film, bevor er in die USA ging, um „Sunrise“ zu drehen. Das überragende Werk ist, wie alle deutschen Stummfilme, das Ergebnis monatelanger Teamarbeit von Regisseur, Kameramann, Filmarchitekten und Schauspielern.

„Sämtliche Formen – die der Gesichter, der Körper, der Gegenstände wie der Landschaften und Naturerscheinungen, Schnee, Licht, Feuer, Wolken – sind nach der genauen Kenntnis ihrer Wirkungsweise gestaltet. Niemals sonst hat ein Film so wenig auf den Zufall gesetzt.“ (Erik Rohmer). Und die große Lotte Eisner rühmt in ihrer „Dämonischen Leinwand“ die Anfangssequenz als den „Höhepunkt, den die Verwendung des Helldunkel im deutschen Film erreicht hat.“ (Krawattenhaus)

Am Piano Dr. Dieter Meyer

www.uferpalast.de uses cookies. Close