SEARCHING FOR SUGARMAN

SWE/GB 2012, 86 Min., OmU, DCP, FSK: ab 0, Regie+Buch: MALIK BENDJELLOUL.
Dokumentarfilm. Mit: Sixto Rodriguez, Stephen Sugar Segerman

DO 23.11. FR 24.11. SA 25.11. SO 26.11. MO 27.11. DI 28.11. MI 29.11.
20:00 19:00 21:15 15:00 -- -- --

Sixto Rodriguez ... Noch nie gehört? Dabei war der mexikanisch-stämmige Singer-Songwriter einst gefeiert wie Bob Dylan und Elvis Presley zusammen – allerdings ausschließlich in Südafrika. Hier wurde in den 70ern sein Album „Cold Fact“ zum Soundtrack der Antiapartheidbewegung. In Rodriguez' Heimat hingegen, den USA, wusste niemand von seinem Ruhm, auch nicht er selbst. Zwei südafrikanische Fans begeben sich eines Tages auf die Suche nach ihrem Idol, um das sich viele Gerüchte ranken, vor allem um dessen vermeintlichen Selbstmord. Was sie am Ende entdecken, ist weit mehr, als sie sich erhofft hatten.

Wäre dies ein Spielfilm, man würde die Geschichte als an den Haaren herbeigezogen empfinden. „Searching for Sugarman“ ist aber eine Doku, und obwohl das Gezeigte ganz offensichtlich der Wahrheit entspricht, mag man seinen Augen kaum trauen. Der schwedische Filmemacher Malik Bendjelloul erzählt vom Schicksal des Folkmusikers Rodriguez, der sich nach dem Flop seiner ersten beiden Platten als Bauarbeiter durchschlug – während er ohne sein Wissen in Südafrika zum Superstar aufstieg.

 „Ich war überzeugt davon, dass Rodriguez größer würde als Bob Dylan, ja größer als die Rolling Stones.“ Seine Produzenten sind noch heute fassungslos, wie Sixto Rodriguez‘ Debüt „Cold Fact“ 1968 in den USA floppen und der Musiker völlig in Vergessenheit geraten konnte. Die Platte passte perfekt zum Zeitgeist, verpackte Sozialkritik und die Sehnsucht nach Rebellion in eine unnachahmliche Straßenlyrik und mal knarzigen, mal bittersüßen Folk. Erst Ende der 90er-Jahre erfuhr Rodriguez von seinem Erfolg in Südafrika und brach zu einer umjubelten Tour auf.

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