CONNY PLANK – THE POTENTIAL OF NOISE

D 2017, 92 Min., DCP, FSK: ab 0, Regie: RETO CADUFF, STEPHAN PLANK, Buch: Reto Caduff, Stephan Plank und Ziska Rieman, Kamera: Frank Griebe, Roman Schauerte.

DO 2.11. FR 3.11. SA 4.11. SO 5.11. MO 6.11. DI 7.11. MI 8.11.
20:00 19:00 21:00 15:00 --  --  --

In Neunkirchen-Seelscheid in der Nähe von Köln ist in den 70er und 80er Jahren Popgeschichte geschrieben worden, in einem ehemaligen Schweinestall. Dort hatte der Klanggestalter und Musikproduzent Konrad »Conny« Plank (1940–1987) ein Tonstudio eingerichtet.

Conny Plank ist ein Mythos, sagt der Musikproduzent Daniel Miller. Sohn Stephan war 13, als Plank an Krebs starb. Er sei eine »unscharfe Erinnerung in meinem Gedächtnis«, ein Phantom, hält der Sohn fest. Seine Dokumentation begibt sich unter anderem in Deutschland, England und den USA auf die Spuren eines innovativen und inspirierenden Klangmeisters, einer zentralen Figur des Krautrock und eines Wegbereiters des elektronisch geprägten Pop. Zugleich sind die 90 Minuten für den Filmemacher Stephan Plank ein Vehikel, um seinem Vater nahezukommen, gewissermaßen die früh abgerissene Verbindung wiederherzustellen.

Er wird erfahren, dass dem Vater die Kunst wichtiger war als der Sohn. Plank sei »kein Traumpapa« gewesen, erinnert sich Annette Humpe. Das mag die verhaltene Melancholie des Films von Stephan Plank erklären. Wo es um den Vater als Künstler geht, steht Heldenverehrung auf dem Spielplan. Caduff und Plank holen eine große Zahl von begeisterten Zeugen vor die Kamera.

Der Mann Conny Plank kommt auch zu seinem Recht: in Aufnahmen mit Sohn Stephan und Lebensgefährtin Christa, immer wieder in geselliger Trink- und Rauchrunde. »Beim Conny hat man sich wohlgefühlt«, bringt es Robert Görl von D.A.F. auf den Punkt. (nach Dietmar Kanthak)

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