THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI

SA 2017, 115 Min., OmU+dF*, DCP, FSK: ab 12. Regie+Buch: MARTIN McDONAGH  Kamera: Ben Davis, Musik: Carter Burwell
Mit: Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, Peter Dinklage u.a.

DO 22.3. FR 23.3. SA 24.3. SO 25.3. MO 26.3. DI 27.3. MI 28.3.
-- 21:00* 19:00 20:00 20:00 20:00* 20:00*

Die titelgebenden Plakatwände aus „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ sind der brillante Stein des Anstoßes einer ganzen Serie von Ereignissen. Und Mildred Hayes alias Frances McDormand macht das allerbeste daraus und brilliert als bittersüßer Racheengel in wirklich jeder köstlichen Sekunde dieses Filmes.

Mildred Hayes wartet fast ein Jahr nach der Ermordung ihrer Tochter, bis sie handelt. Die örtliche Polizei rund um Sheriff Bill Willoughby und dessen Protégé Officer Jason Dixon haben wenig Mühe darauf verwendet, den Fall aufzuklären. Nun nimmt Mildred die Suche nach dem Killer ihrer Tochter selbst in die Hand. Zugleich erklärt sie dem Sheriff den Krieg, indem sie am Highway nahe der Stadt auf drei großformatigen provokativen Werbetafeln seine Polizei öffentlich für ihr Nicht-Handeln kritisiert. Dadurch entfacht sie allerdings ein regelrechtes Feuerwerk der Empörung in Sachen Rassismus, Unfähigkeit und Korruption.

„Three Billboards“ ist ein cleverer Essay über die Tendenz unserer Zeit, schnelle Urteile zu fällen, harte Lager zu bilden und sich gleich vollkommen sicher zu sein, wie absolut verkommen die Gegenseite ist. Solche Sicherheiten will McDonagh brillant erschüttern, dafür nimmt er sogar eine gewisse Herzlosigkeit in Kauf. Worum es ihm geht, ist die Wut seiner Zuschauer und ihre Gefühle, die er immer wieder verwirrt, erschütternden Umkehrungen unterwirft und mit riesigen Fragezeichen entlässt. (nach: SZ)

www.uferpalast.de uses cookies. Close