The Florida Project

USA 2017, 111 Min., OmU+dF*, DCP,  FSK: ab 12. Regie: Sean Baker Buch: Sean Baker, Chris Bergoch, Kamera: Alexis Zabé, Musik: Lorne Balfe.
Mit: Willem Dafoe, Brooklynn Prince, Bria Vinaite, Valeria Cotto, Christopher Rivera u.a.

DO 12.7. FR 13.7. SA 14.7. SO 15.7. MO 16.7. DI 17.7. MI 18.7.
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Wo hat Regisseur Sean Baker nur diese grandiosen Kinder-Schauspieler gefunden? So rotzfrech, so lebendig, so verdammt echt spielt sich die erst achtjährige Brooklynn Prince als Hauptfigur Moonee durch den Film. Mal ist sie unglaublich nervig, mal unfassbar niedlich - so wie viele Kinder eben. Es sind ihr Witz und ihre Fantasie, die ihr eigentlich trauriges Leben faszinierend wirken lassen. Denn Moonee und ihre junge Mutter Halley (Bria Vinaite) sind so gut wie obdachlos.

Ihre Welt ist ein heruntergekommenes Motel am Rande des Highways zu Disneyworld in Florida. „Magic Castle“ heißen die Häuser zum Beispiel, die pastellfarbene Farbe bröckelt von den Fassaden und sie haben rein gar nichts mit der echten Märchenwelt gleich nebenan zu tun. Woche für Woche versucht Halley, das Geld für das schäbige Minizimmer von ihr und Moonee aufzutreiben, alle paar Monate müssen sie umziehen - feste Mieter sind nicht erlaubt. Dabei ist das Motel voll mit Familien wie dieser, hinter jeder Tür wohnt ein neuer Spielkamerad für Moonee, lebt ein potentieller Babysitter. Der knurrige aber herzensgute Hausverwalter Bobby (Willem Dafoe) wacht über alle wie ein strenger Vater.

So sieht Armut aus: „The Florida Project“ ist bunt, witzig, tragisch, herzlich und traurig zugleich. Das liegt vor allem an den extrem guten Darstellern, außer Willem Dafoe allesamt Laien. (nach: Sarah Stendel, stern.de)

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