ZENTRALFLUGHAFEN THF

D/F/BRA 2018, 97 Min., OmU, Cinemascope, FSK: ab 0, Regie: KARIM AINOUZ Kamera: Juan Sarmiento G., Schnitt: Felix von Boehm, Musik: Bendikt Schiefer

DO 4.10. FR 5.10. SA 6.10. SO 7.10. MO 8.10. DI 9.10. MI 10.10
20:00 19:00 21:15 18:00 -- -- --

„Zentralflughafen THF“ ist kein Film über Flüchtlinge, sondern über Gegensätze. Die in den sieben Hangars lebenden Geflüchteten träumen von einem Neuanfang, einem besseren Leben und einem Alltag in Deutschland. Draußen auf dem Feld versuchen mindestens so viele Berlinerinnen und Berliner tagtäglich, ihrem Alltag zu entkommen. Sie bereiten sich auf den ehemaligen Start- und Landebahnen auf einen Marathon vor oder treffen sich zum Spielen und Grillen. Einige von ihnen träumen sich davon, andere träumen von einer neuen und besseren Stadt.

„Zentralflughafen THF“ dokumentiert diese unterschiedlichen Welten, Lebensrealitäten und Träume. Im Zentrum des Films steht Ibrahim aus Syrien zwischen Deutschunterricht, medizinischen Untersuchungen und „Gesprächen“ mit der deutschen Bürokratie. Regisseur Karim Aïnouz (PRAIA DO FUTURO, Wettbewerb Berlinale 2014) beobachtete über ein Jahr, wie Ibrahim und seine Freunde eine erneute Reise unternehmen: Zwischen Hoffnung, Heimweh und Angst vor Abschiebung – und einer merkwürdigen Gewöhnung an das temporäre Zuhause.

Eine weitere Hauptrolle spielt der Flughafen selbst, in dessen einzigartiger Architektur mit all ihrer Widersprüchlichkeit sich derzeit die Ironie der Geschichte wie selten zuvor manifestiert: In einer Stadt in der Stadt, und in einer Gesellschaft im Ausnahmezustand zwischen Krise und Utopie.

2015 wurden die Hangars Tempelhofs zur größten Flüchtlingsunterkunft Deutschlands. Zwischenzeitlich waren hier mehr als 3.000 Geflüchtete aus Ländern wie Irak und Syrien untergebracht. Anfang 2017 wurde diese Notunterkunft durch den Bau eines Containerdorfs am Randbereich des Flughafens ersetzt. 2020 soll auch diese Zwischennutzung enden.

(nach: Pressetext, PIFFL Verleih)

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