Dreigroschenoper alt 

Die 3-Groschen-Oper

D 1930/31, 112 Min., s/w, 35mm, FSK: ab 0, Regie: G.. W. Pabst nach d. Bühnenstück von Bertolt Brecht, Kamera: Fritz Arno Wagner, Musik: Kurt Weill
Mit: Rudolf Forster, Carola Neher, Lotte Lenya, Valeska Gert, Fritz Rasp, Ernst Busch u.a.

DO 11.10. FR 12.10. SA 13.10. SO 14.10. MO 15.10. DI 16.10. MI 17.10.
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London vor der Hochzeit der Königin. Mackie Messer, der große Gangster, schlendert durchs Dockviertel: Bettler, Huren, arme Leute, Dunkelheit. Ein Straßensänger singt die Ballade von Mackie Messer. Zwei Frauen betrachten ein Brautkleid – im Schaufenster begegnen sich die Blicke Mackies und der jungen Polly, der Tochter des Bettlerkönigs Peachum... Eine lärmerfüllte Kneipe, Rauchschwaden, verdächtige Gäste – in Mackies Stammlokal wird die sofortige Hochzeit beschlossen. Die Gang schwärmt aus, schafft alles Nötige herbei: in  einem riesigen Warenlagerbiegt sich die Tafel unter dem üppigen Festmahl. Kandelaber werfen bizarre Schatten auf Statuen, Möbel, Gobelins. Polly im weißen Kleid überglänzt alle Schatten. – Der alte Peachum schwört Rache: er droht dem Polizeichef Tiger Brown die Störung der Königshochzeit durch seine Bettlermassen an, falls er nicht Mackie Messer an den Galgen bringt...

Pabst teilt zwar Brechts sozialkritischen Anspruch des Stücks, interessierte sich aber mehr für seine Charaktere und die Gefühle, die sie aneinander binden. Dadurch wurde die glasklare Konzeption des Bühnenstücks (nicht zuletzt durch die stimmungsvolle Fotografie F. A. Wagners) stark romantisiert. Die einmalige Atmosphäre machte den Film gerade einem bürgerlichen Publikum zum Kunstgenuss. (Archiv Uferpalast)

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