Sweet Country

Australien 2017, 113 Min., OmU+dF*, DCP, FSK: k.A., Regie: Warwick Thornton Buch: Stephen McGregor, David Tranter, Kamera: Dylan River, Warwick Thornton
Mit: Hamilton Morris, Sam Neill, Ewen Leslie, Bryan Brown, Anni Finsterer u.a.

DO 25.10. FR 26.10. SA 27.10. SO 28.10. MO 29.10. DI 30.10. MI 31.10.
20:00* 19:00* 21:30 15:00 -- -- --

Aborigine Sam Kelly hat es eigentlich nicht allzu schlecht getroffen: Sein Chef Fred, bei dem er zusammen mit seiner Frau wohnt, pflegt einen respektvollen Umgang mit dem Ureinwohner und akzeptiert ihn – unüblich für die 1920er-Jahre in Australien – als Mensch auf gleicher Augenhöhe, weil laut ihm vor Gott alle Menschen gleich sind. Als er eines Tages aber für Freds Nachbarn Harry March, einen verbitterte Kriegsveteranen, einen Zaun errichten soll, schlägt sein Schicksal um: Harrys rohe, despektierliche und gewaltvolle Umgangsweise, die er unter anderem mit Sams Frau pflegt, bringen den sonst eher friedfertigen Mann dazu, Harry in Notwehr zu erschießen. Ein Ureinwohner, der einen Weißen erschießt: Ein Todesurteil zu damaligen Zeiten. Sam macht sich deshalb zusammen mit seiner Frau Lizzie auf die Flucht durch das australische Outback, mit der Polizei dicht auf den Fersen.

Wie jedes Land hat auch Australien blinde Flecke in seiner Geschichte – der Umgang mit den Ureinwohnern des Kontinents ist einer davon. Im so kargen wie pittoresken Panorama von Sand- und Salzwüste verschweißt Regisseur Warwick Thornton Western-Motive mit einer Meditation über einen gescheiterten Übergang in die Moderne. Der Film handelt zwar in den 1920er-Jahren, kann aber auch als zeitloses Dokument gesehen werden von Geschichte, die sich immer wieder wiederholt. (cineman.ch) 

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