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DIE DEFEKTE KATZE

D 2018, 93 Min., DCP, FSK: ab 6
Regie+Buch: Susan Gordanshekan, Kamera: Julian Krubasik, Musik: Sebastian Fillenberg
Mit: Pegah Ferydoni, Hadi Khanjanpour, Constantin von Jascheroff, Henrike von Kuick

 

 

DO 13.12. FR 14.12. SA 15.12. SO 16.12. MO 17.12. DI 18.12. MI 19.12.
-- 21:00 19:00 17:00 20:00 20:00 20:00

Mina lebt im Iran. Mit ihrem Wunsch zu heiraten ist sie verhältnismäßig spät dran. Kian ist Arzt iranischer Herkunft und lebt als Single in Deutschland. Von mehreren gescheiterten Blind Dates frustriert, nimmt er schließlich den Rat seiner Mutter an, auf traditionelle iranische Art – durch arrangierte Gespräche mit potenziellen Partnerinnen – eine Frau zu finden. Bei den ersten vorsichtigen Begegnungen zwischen Mina und Kian entflammt zwar nicht die große romantische Liebe, doch die Möglichkeit einer künftigen Gemeinsamkeit tut sich auf. Mina entscheidet sich, Kian zu heiraten und sich der Ungewissheit einer neuen Existenz in Deutschland zu stellen. Beide haben die besten Absichten, ihre Beziehung harmonisch zu gestalten – und scheitern doch kontinuierlich. Wunderbar unaufgeregt, aber mit feinem Gespür für Ängste, Schlüsselmomente und Wendepunkte erzählt Regisseurin Susan Gordanshekan von einer Beziehung, die sich zunehmend als defekt erweist, wie die Katze, die Mina in den gemeinsamen Haushalt einbringt. Einen Weg, der für sie beide taugt, findet das Paar erst, nachdem es die aufgeladenen Erwartungen aneinander sowie die ihres sozialen Umfeldes abstreift. (Filmdatenblatt)

Da diese Katze einen Defekt hat und dementsprechend schwer zu kontrollieren ist, dient sie als wunderbar verschachteltes Sinnbild der komplizierten Beziehung der Beiden. Die clever durchdachte Metapher der fehlerhaften Katze ist die große Antriebskraft des Films. Die Allergorie würde aber kaum so schön zur Geltung kommen, wären da nicht die beiden hervorragenden Hauptdarsteller. Sowohl Hadi Khanjanpour als auch die aus Türkisch für Anfänger bekannte Pegah Ferydoni schaffen es, die Ängste und Sehnsüchte, die unsere Protagonisten beschäftigen, gekonnt auf den Punkt zu bringen. (Christian Pogatetz)

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