Claire Denis

HIGH LIFE

D/USA/F 2018, 110 Min., engl. OmU+dF*, DCP, FSK: ab 16, Regie: CLAIRE DENIS Buch: Jean-Pol Fargeau, Claire Denis, Kamera: Yorick Le Saux, Musik: Stuart A. Staples Mit: Rob-ert Pattinson, Juliette Binoche, André Benjamin, Mia Goth, Lars Eidinger u.a.

DO 13.6. FR 14.6. SA 15.6. SO 16.6. MO 17.6. DI 18.6. MI 19.6.
20:00 21:30* 19:00 21:00 20:00 20:00* 20:00*

In den Tiefen des Weltalls, weit entfernt von unserem Sonnensystem leben Monte und seine kleine Tochter Willow gemeinsam auf einem ramponierten Raumschiff. Vor einiger Zeit bestand die Besatzung des Raumschiffs noch aus vielen anderen verurteilten Schwerverbrechern, die sich mit der gefährlichen Mission von ihren Strafen freikauften. Mit Experimenten wurden sie von der wahnsinnigen Reproduktionswissenschaftlerin Dibs gequält, bei denen bis auf Monte und Willow alle ums Leben kamen. Monte ist ein stiller Mann, der sich eine harte Selbstdisziplin auferlegt hat. Doch wenn er mit seiner Tochter zusammen ist, wird aus ihm ein zärtlicher Mann. Nun sind die beiden die letzten Überlebenden der Crew und nähern sich in völliger Isolation ihrem letzten unausweichlichen Ziel: Einem schwarzen Loch und damit auch dem Ende von Zeit und Raum. (Pandora Filmverleih)

Am Anfang ist da der junge Monte, der dem Anschein nach völlig allein mit dem Baby Willow in einem Raumfahrzeug durchs All schwebt. Wie Pattinson mit dem Baby interagiert und so tut, als sei es die größte Selbstverständlichkeit, dass dieser Mann und dieses kleine Wesen auf einem ziemlich weitläufigen Schiff gänzlich isoliert durchs Universum gleiten – das hat was! Denis webt allerdings von Anbeginn Irritationsbilder ein, die bereits darauf hindeuten, dass es nicht bei einer Vater-Tochter-Odyssee bleiben wird. Und tatsächlich zeigt sich bald, dass sich doch noch weitere Menschen auf dem Schiff befinden...

Stark ist der Film vor allem dann, wenn er die Verzweiflung seiner Figuren vermittelt: Sie sind Gefangene im All – voneinander abhängig und letztlich doch ganz auf sich selbst gestellt. Wenn diese Menschen das Ausbeuterische ihrer „Mission“ erkennen, wenn sie einander näherzukommen versuchen und dabei rasch Grenzen überschreiten, ist das für uns als Publikum äußerst unbequem, aber zugleich von bezwingender Intensität. (Andreas Köhnemann, kino-zeit).

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