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MARIA STUART, KÖNIGIN VON SCHOTTLAND

Mary Queen of Scots. GB/USA 2018, 124 Min., engl. OmU, DCP, FSK: ab 12, Regie: JOSIE ROURKE
Buch: Beau Willimon; Kamera: John Mathieson, Musik: Max Richter
Mit: Saoirse Ronan, Margot Robbie, Gemma Chan, David Tennant, Brendan Coyle u.a.

DO 10.10. FR 11.10. SA 12.10. SO 13.10. MO 14.10. DI 15.10. MI 16.10.
20:00 18:30 21:30 18:00 -- -- --

Im Jahr 1559 wird Maria Stuart mit 16 Jahren Königin von Frankreich. Als nur zwei Jahre später ihr Ehemann Franz II. stirbt und sie zur Witwe wird, weigert sie sich, erneut zu heiraten. Stattdessen beschließt sie, in ihre Heimat Schottland zurückzukehren und den Thron zu besteigen, der rechtmäßig ihr gehört. Doch die schottische Krone trägt mittlerweile Elisabeth I., die zugleich auch Königin von England ist und den Thron keineswegs an ihre Rivalin abtreten möchte. (Filmstarts)

„Das Ärgste weiß die Welt von mir.“ So beklagt sich Maria Stuart in der berühmten Szene bei Schiller, in der sie ihrer großen Gegnerin Elisabeth gegenübersteht. „Ich bin besser als mein Ruf.“ Ehrenrettungen für die katholische Königin Schottlands im 16. Jahrhundert hat es auch nach der deutschen Klassik vielfach gegeben. Mary, Queen of Scots, muss aber immer wieder von Neuem aus dem Gestrüpp der Projektionen befreit werden. Oder aus einem Schleierkabinett, wie es sich die englische Theatermacherin Josie Rourke für ihren neuen Film über Maria Stuart und Elisabeth ausgedacht hat. Die beiden Frauen, zutiefst in Widersprüchen verbunden, haben ein Treffen vereinbart. Niemand darf davon wissen, die Geschichtsschreiber haben nichts davon erfahren, aber in die Arbeit am Mythos von königlicher Souveränität passt diese Episode ganz vortrefflich. Mary betritt einen Raum, in dem halbtransparente Tücher von der Decke hängen. Irgendwo dahinter befindet sich die Regentin von England. Ein heimliches Gipfeltreffen in einem labyrinthischen Arkanum. Die zwei Körper der Königin zerfließen bei Rourke in das fragile Gewebe einer textilen Spiegelung, die wiederum eine innere Spaltung der Monarchie deutlich macht. Denn der Riss geht durch Gott selbst, und damit durch die zerfallene Welt, in der eine Katholikin und eine Protestantin einander rettungslos antagonistisch gegenüberstehen. (Bert Rebhandl, FZ)  

Am Freitag, den 11. Oktober um 18.30 Uhr, findet vor dem Film eine kleine Begrüßung statt. Filmbeginn im Anschluss um 19 Uhr. 

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