Stummfilm-Matinee mit Live-Piano

DER MÜDE TOD

Deutschland 1921, 94 Min., s/w, 35mm, Regie: FRITZ LANG
Drehbuch: Thea von Harbou, Fritz Lang
Kamera: Fritz Arno Wagner (venezian., oriental. und chines. Episode),
Erich Nitzschmann, Herrmann Saalfrank (altdeutsche Episoden)
Mit: Bernhard Goetzke, Lil Dago

DO 31.10. FR 1.11. SA 2.11. SO 3.11. MO 4.11. DI 5.11. MI 6.11.
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Fritz Lang nannte sein Werk ein „Volkslied in sechs Versen“ und erzählt darin die Geschichte einer jungen Frau, die den Tod bittet, ihren verstorbenen Geliebten ins Leben zurückzuholen. Der Tod gibt ihr drei Chancen, die sie in verschiedenen Kapiteln nach Venedig, in den Orient und ins kaiserliche China führen. Irgendwo zwischen Märchen und Traum angelegt, mit fliegenden Teppichen und Menschen, die sich in Tiger verwandeln, geht es um die Liebe, die den Tod besiegt.

Die volksliedhafte Parabel über Liebe, die stärker ist als der Tod, wird auch als Reflexion auf die Traumata des Ersten Weltkriegs gesehen. Fritz Lang erzählt die Geschichte in der Tradition des monumentalen Episodenfilms. Dabei steht deutsche Butzenscheibenromantik des Gasthauses neben expressionistisch-monolithischer Architektur des Amtssitzes des Todes. Neben den sämtlich in Babelsberg geschaffen Filmkulissen, wie der 15 m hohen Mauer des Todes, beeindrucken Langs aufwändige Tricktechniken, die, wie die Szene mit dem fliegenden Teppich, zur Inspiration von Raoul Walshs ›Dieb von Bagdad‹ wurden.
(nach: murnaugesellschaft, murnau-stiftung)

Am Piano: Alexander Friedrich

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