Stummfilm-Matinee mit Live-Piano

DIE SELIGE EXZELLENZ

D 1927, 106 Min., s/w, 35mm, Regie+Buch: ADOLF EDGAR LICHO, WILHELM THIELE
nach dem Lustspiel von Rudolf Presber und Leo Walter Stein, Kamera: Werner Brandes
Mit: Willy Fritsch, Olga Tschechowa, Ernst Gronau, Max Hansen u.a.

DO 23.1. FR 24.1. SA 25.1. SO 26.1. MO 27.1. DI 28.1. MI 29.1.
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Eine wenig bekannte satirische Komödie mit einer vorzüglichen Besetzung und brillanten, graphisch eigenwillig gestalteten Zwischentiteln.

Der altersschwache Regent des Fürstentums Leuchtenstein ist gestorben, und sofort beginnt das gesamte Umfeld des Hochwohlgeborenen heftigst zu zittern, denn das Gerücht geht um, dass die Baronin von Windegg im Besitz der Memoiren des Verblichenen ist. Und das bedeutet: aufgezeichnete Histörchen, Amouren und Indiskretionen über all die Untertanen in Leuchtenstein! „Die selige Exzellenz“ hatte all das aufgeschrieben, was so manchen Vertreter der High Society wie des Bürgertums gesellschaftlich in arge Bedrängnis und Schwulitäten bringen könnte. Eigentlich hatte man geglaubt, die nicht sehr wohlgelittene, von seiner Exzellenz aber geschätzte Baronin mit dem Tode des Edelmannes schnellstmöglich loswerden zu können, aber nun beginnen zahlreiche Freunde, Verwandte und Bekannte  diese Dame zu umgarnen. Jeder will wissen, ob irgendetwas kompromittierendes über einen selbst in den Memoiren steht.

„Die sorgfältige, einfallsreiche Regie wird durch eine famose Darstellung unterstützt. Die Tschechowa hat ein bezauberndes Lächeln, eine geistvolle Miene und trägt ihre prachtvollen Toiletten mit der Selbstverständlichkeit der großen Dame. Ernst Gronaus Goethekopf und Willi Fritschs Jungenhaftigkeit stehen in wirkungsvollem Gegensatz.“ (aus: Internationale Stummfilmtage, Bonn, wiki)

Am Piano: Alexander Friedrich