Musik-Dokumentation

ASTOR PIAZOLLA – The Years of the Shark

Astor Piazzolla, los años del tiburón. ARG/F 2019, 90 Min., engl./frz./span. OmU, DCP, FSK: k.A. Regie: DANIEL ROSENFELD. - Buch: Daniel Rosenfeld, Fernando Regueira, Alejandro Carrillo Penovi, Kamera: Ramiro Civita

DO 2.1. FR 3.1. SA 4.1. SO 5.1. MO 6.1. DI 7.1. MI 8.1.
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Ungehorsam, mutig und voller Leidenschaft ging er durch sein Leben: der Argentinier Astor Piazzolla, der sich als einer der weltbesten Bandoneon-Spieler seinen Platz in der Musikgeschichte sicherte. Und der wie niemand zuvor die Grenzen und Variationsmöglichkeiten des argentinischen Tangos auslotete. Damit aber machte er sich nicht nur Freunde. Der biographische Dokumentarfilm „Astor Piazzolla – The Years of the Shark“ erzählt die Lebensgeschichte dieses Virtuosen anhand vieler nie zuvor gesehener Privataufnahmen und Konzertausschnitte.

Astor Piazzolla (1921-1992) revolutionierte den Tango. Sein Tango mit Einflüssen aus Jazz und Klassik machte ihn zu einer umstrittenen Persönlichkeit in seinem eigenen Land, weil seine musikalische Revolution mit der argentinischen Tradition kollidierte. Astor erhielt sein erstes Bandoneon im Alter von neun Jahren von seinem Vater. Zwanzig Jahre später hatte er mit dem Musikinstrument die Grenzen des Tangos erreicht und gesprengt. Auf der Suche nach seinem eigenen Stil studierte er in den frühen 1950er-Jahren Klavierkomposition in Paris. Dort stellte er fest, dass er trotz allem noch immer ein Tanguero war. Was folgte, war eine facettenreiche Karriere vor allem in Europa und den Vereinigten Staaten.

Regisseur Daniel Rosenfeld geht in seiner Dokumentation auf alle wichtigen beruflichen wie privaten Stationen Piazzollas ein und präsentiert sie dem Zuschauer in chronologischer Form: von der (frühen) und entbehrungsreichen Kindheit in Argentinien, der Auswanderung der Familie in die USA über Piazzollas Jahre in Europa bis hin zur Rückkehr in die Heimat 1955.

Piazzollas Sohn Daniel öffnete erstmals das umfangreiche, aus unzähligen Originalaufnahmen bestehende Privatarchiv des Vaters. Diese Bewegtbilder von TV-Interviews, Konzerten, Proben sowie privaten Familienfilmen fügt Rosenfeld gekonnt und dramaturgisch sinnvoll zusammen. So gelingt es ihm, das ereignisreiche und spannende Leben des rebellischen Künstlers ebenso auf akustischer wie visueller Ebene glaubhaft und authentisch nachzuerzählen. (nach: filmstarts, spielfilm.de, programmkino.de)