Im Begleitprogramm des 17. Internationalen Klezmer Festivals Fürth zeigt der UFERPALAST:

MENASHE

USA 2017, 83 Min., jiddisches OmU, DCP, FSK: ab 6, Regie: JOSHUA Z. WEIN-STEIN
Buch: Joshua Z. Weinstein, Alex Lipschultz, Musa Syeed, Kamera: Yoni Brook, Joshua Z. Weinstein, Musik: Bertrand Rosenkvist, Aaron Martin
Mit: Menashe Lustig, Ruben Niborski, Yoel Weisshaus, Meyer Schwartz u.a.

DO 5.3. FR 6.3. SA 7.3. SO 8.3. MO 9.3. DI 10.3. MI 11.3.
20:00 19:00 21:00 17:00 -- -- --

Der komplett auf Jiddisch gedrehte Film erzählt die Geschichte des Witwers Menashe, der entgegen aller religiösen Traditionen darum kämpft, seinen Sohn Rieven allein erziehen zu können. Die Voraussetzungen dafür stehen schlecht: Menashe lebt in der ultra-orthodoxen jüdischen Gemeinde in Borough Park in Brooklyn, New York. Die dortigen Erwartungen an die Bewohner folgen einem rigiden Verhaltenskodex, alleinerziehende Väter sind nach strenger Auslegung der Thora nicht vorgesehen.

Der tollpatschige Supermarktverkäufer Menashe passt auch sonst nicht recht in das konforme Bild der Gemeinde. Er ist ein klassischer Schlimasel, vergesslich und chaotisch, der den chassidischen Hut nicht trägt und seine Schläfenlocken hinter den Ohren versteckt. Mit seinem kleinen Gehalt kommt er dazu kaum über die Runden, und so bestimmt der Rabbi, dass der Sohn Rieven besser bei der Familie des Onkels aufwächst – solange bis Menashe wieder heiratet und sein Leben in geordnete Bahnen führt. Für Menashe beginnt ein innerer und äußerer Kampf mit den Traditionen, an dessen Ende er sich entscheiden muss, ob er frei sein will oder sich den Erwartungen beugt. (nach: Verleih)

„Menashe“ bietet einmalige Einblicke in die chassidische Gemeinde Brooklyns. Gedreht wurde zwei Jahre lang an Originalschauplätzen mit streng orthodoxen Laiendarstellern. Das Ergebnis bietet einen sehenswerten Einblick in eine hierzulande fremde Welt mit ihren ganz eigenen Konflikten.