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SHADOW

Ying. China 2018, 116 Min., mand. OmU, DCP, FSK: ab 16, Regie: ZHANG YIMOU
Buch: Zhang Yimou, Li Wei, Kamera: Zhao Xiaoding, Musik: Zai Lao
Mit: Zhang Kai, Deng Chao, Hu Yun, Leo Wu, Guan Xiotong, Sun Li u.a.

DO 16.4. FR 17.4. SA 18.4. SO 19.4. MO 20.4. DI 21.4. MI 22.4.
20:00 19:00 21:30 17:00 -- -- --

Als Schatten, so eine Texttafel am Anfang des Films, wurde im alten China ein Doppelgänger bezeichnet, der den Platz von Königen und Nobelmännern einnahm, um diese vor Attentaten zu schützen. Von solch einem Schatten erzählt Zhang Yimou in seinem atemberaubend ästhetischen Historien-Drama. Einen epischen Action-Film wie „Hero“ oder „House Of Flying Daggers“ sollte man hier aber nicht erwarten, denn „Shadow“ ist in erster Linie ein komplexes Intrigenspiel, in dem der Altmeister nach Jahren eher mittelmäßiger Filme endlich wieder zu großer Form zurückfindet.

China zur Zeit der drei Königreiche: Der junge König von Pei will unbedingt den Frieden bewahren, auch wenn sein Reich bedroht ist. Doch sein oberster General Yu hält einen Krieg für unausweichlich. Die Schmach eine strategisch wichtige Stadt gegen seinen alten Widersacher General Yang verloren zu haben sitzt tief. Diesen Makel will er unbedingt wieder auslöschen und trifft mit seinem Sohn geheime Vorbereitungen dafür. Doch es gibt ein Problem: Der Kommandant wurde selbst schwer verletzt und wird eine neue Schlacht nicht anführen und vor allem auch seine Position am königlichen Hof nicht mit Stärke vortragen können. Er hat daher einen Doppelgänger angeheuert, wovon nur seine Frau Bescheid weiß. Ein intrigantes Spiel um Macht und Status nimmt seinen Lauf!

Auch wenn es manchmal so aussieht, ist „Shadow“ kein Schwarz-Weiß-Film. Stattdessen resultiert der monochrome Look aus dem Umstand, dass sämtliche Sets und Kostüme in schwarz, weiß und Abstufungen von grau hergestellt und gefilmt wurden, was einen einzigartigen Effekt erzeugt. Allein die Gesichter der Figuren ragen also farblich heraus – und natürlich die dunklen Blutspritzer, die immer wieder die allgegenwärtige Ordnung der Dinge aufreißen. (nach: filmstarts, film-rezensionen, verleih)