Lateinamerikanisches Kino
Chile-Trilogie (1)

NOSTALGIE DES LICHTS

Nostalgia de la luz. CHL/F/D 2010, 90 Min., span. OmU, DCP, FSK: ab 12, Regie: PATRICIO GUZMÁN
Buch: Patricio Guzmán, Kamera: Katell Djian, Musik: J. Miguel Miranda y J. Miguel Tobar 

DO 10.12. FR 11.12. SA 12.12. SO 13.12. MO 14.12. DI 15.12. MI 16.12.
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Patricio Guzmán gehört zu den Schlüsselfiguren des lateinamerikanischen Kinos, obwohl das Terrorregime Chiles den Filmemacher in den 1970er-Jahren zum Gang ins Exil gezwungen hatte. Immer wieder hat er auf das Unrecht aufmerksam gemacht, das in seiner Heimat herrschte.

In keinem anderen Film hat Patricio Guzmán ein größeres Maß an Allgemeingültigkeit erreicht, als in „Nostalgia de la luz“. Hier löst er sich zunächst von der chilenischen Geschichte und erzählt uns von Menschen, die in der Atacama-Wüste im Norden seiner Heimat nach den Sternen gucken, weil diese hier am besten sichtbar sind. Und wer nachts in den Himmel schaut, der schaut in die Vergangenheit. Alles Licht, was uns da erreicht, ist Vergangenheit, hat einen oft Jahrtausende langen Weg zurückgelegt. Guzmán lädt uns ein zum Hineindenken ins Universum, und er stellt uns ein paar Frauen vor, die um die Teleskope in der Wüste 20 Jahre lang im ebenfalls unendlich scheinenden Sand gegraben haben, auf der Suche nach der Vergangenheit, nach Überresten ihrer Liebsten, die die Diktatur umgebracht hat und verschwinden ließ. Was für ein mickriges Geschöpf ist er doch, der Mensch im Universum, und wie viel Schmerz kann er verbreiten. Dieser Essay ist eine Einladung in andere Dimensionen. (Walter Ruggle: trigon-film)

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