Christoph Schlingensief

DAS DEUTSCHE KETTENSÄGENMASSAKER

D 1990, 60 Min., DCP, FSK: ab 16, Regie+Buch: CHRISTOPH SCHLINGENSIEF
Kamera: Christoph Schlingensief, Voxi Bärenklau, Musik: Jacques Arr 
Mit: Karina Fallenstein, Susanne Bredeh, Artur Albrecht, Aldred Edel, Volker Spengler

DO 3.12. FR 4.12. SA 5.12. SO 6.12. MO 7.12. DI 8.12. MI 9.12.
20:00 19:00 21:15 19:00 -- -- --

Im „Deutschen Kettensägenmassaker“ zeichnet Schlingensief die erste Stunde der Wiedervereinigung als ein nationales Schlachtfest nach. Die Nachricht von der Maueröffnung versetzt eine westdeutsche Metzgerfamilie in einen schier hemmungslosen Blutrausch. In einer verwahrlosten Hotelküche meuchelt sie ehemalige DDR-Bürger dahin.

Das „Kettensägenmassaker“ ist eine kurzfristige Reaktion auf eine kurzfristige politische Entwicklung. Die rasenden Kamerafahrten, das im Hintergrund stets vernehmbare Geräusch einer Kettensäge und ihre effekthaschende Darbietung im konkreten Einsatz am Menschen, verwendet Schlingensief bewusst als Element des Trashs. Als solchen interpretiert der Film auch die deutsche Einheit, als bluttriefenden, kannibalistischen Akt der Einverleibung des Ostens durch den Westen. (nach: schlingensief.com)

www.uferpalast.de uses cookies. Close