• A 2022, 88 Min., DCP, FSK: ab 12, Regie: KURDWIN AYUB
Do 29.12. Fr 30.12. Sa 31.12. So 1.1. Mo 2.1. Di 3.1. Mi 4.1.
  19:00   18:00 20:00 20:00 20:00

Buch: Kurdwin Ayub, Kamera: Enzo Brandner
Mit: Melina Benli, Law Wallner, Maya Wopienka, Kerim Dogan u.a.

Ein Nachmittag unter besten Freundinnen: Yesmin, Nati und Bella, drei Wiener Teenager, legen „Losing My Religion“ von REM auf und schmeißen sich in eine sexy Tik-Tok-Pose – gehüllt in die Hijabs von Yesmins strenggläubiger Mutter. Das Video davon geht viral und wird zum Hit. Im Social-Media-Meinungsuniversum bricht die Hölle los. Gezielt-geglückte Provokation oder religiöser Affront? Jeder muss seinen Senf dazugeben.
Für die drei Mädels folgt ein schneller Ruhm und Yesmins Vater erweist sich als findiger Agent, der den Mädels Auftritte als religiöses A-Capella-Trio auf kurdischen Familienfesten vermittelt. Nati und Bella stehen voll auf ihr neues Image als gläubige Sternchen im Scheinwerferlicht. Nur Yesmin, die einzige überzeugte Muslima, kann mit den öffentlichen Identitätsspielen wenig anfangen. Ihre plötzliche Präsenz auf Social Media erfordert eben auch, sich vor Fremden dafür zu rechtfertigen, wie man seine Religion auslebt. Nati und Bella sehen das alles naturgemäß nicht so eng, doch bei Yesmin hinterlassen die Reaktionen auf ihr Video Spuren: wann ist Religion Privatsache und wie wichtig ist ihr das Kopftuch wirklich? Die Freundschaft der drei Mädchen, aber auch der eigene Haussegen, stehen auf der Kippe.
„Sonne“ ist ein Film über Jugendliche zwischen Social Media und Selbstfindung, eine Geschichte von Rebellinnen. Die irakisch-österreichische Regisseurin Kurdwin Ayub erhielt dafür den Preis für den Besten Erstlingsfilm auf der Berlinale. (nach: verleih)


Kurzfilm:


POP MUSIK

Animationsfilm, Ungarn 2020
Regie: Géza M. Tóth, 2'30 Min.

Auch Streichhölzer machen gern Selfies.