| Do 15.10. | Fr 16.10. | Sa 17.10. | So 18.10. | Mo 19.10. | Di 20.10. | Mi 21.10. |
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Wiederaufführung: Jean Eustaches Meisterwerk in restaurierter Fassung
Buch: J. Eustache, Kamera: Pierre Lhomme, Musik: Jacques Offenbach, W.A. Mozart u.a.
Mit: Jean-Pierre Léaud, Françoise Lebrun, Bernadette Lafont, Isabelle Weingarten u.a.
Alexandre, der sich aus Opposition zur bürgerlichen Gesellschaft fürs Nichtstun entschieden hat, verbringt seine Zeit in Cafés mit Diskussionen und der Lektüre von Proust. Gemeinsam mit der Boutique-Inhaberin Marie lebt der junge Müßiggänger in einem kleinen Apartment mitten in Paris. Obwohl die beiden nach außen hin wie ein Paar wirken, ist Alexandre rastlos: Er trauert der Beziehung zu der Studentin Gilberte hinterher und ist in den Straßen von Paris stets auf der Suche nach neuen Abenteuern. Marie gewährt Alexandre diese Freiheit, weil sie ihn nicht verlieren will und hofft, dass er letztlich zu ihr zurückkehrt.
Auf einem seiner Streifzüge begegnet Alexandre der Krankenschwester Veronika, mit der er sich zu einem weiteren Treffen verabredet. Obwohl die junge Frau eine sehr liberale Auffassung von Beziehungen hat, stört dies Alexandre keineswegs – ganz im Gegenteil. Da er sich nämlich zwischen ihr und Marie nicht entscheiden kann, beginnt er gleichzeitig Beziehungen mit beiden Frauen. Anfangs scheint dieses Arrangement zu funktionieren, doch mit der Zeit entwickelt sich eine toxische Ménage-à-trois.
Jean Eustaches Hauptwerk gilt zu Recht als einer der bedeutendsten französischen Filme der 1970er-Jahre. Der Film ist eine Studie über drei Personen, über die Mikrogesellschaft Paris-St.-Germain-des-Prés und auch über die ganze französische Gesellschaft nach dem Trauma des Mai 68. Dass Eustaches bitterer Abgesang auf den Mai 68 trotzdem alterslos erscheint, liegt an der Zeitlosigkeit vieler seiner Themen: der Sehnsucht nach einem anderen Leben, der Suche nach der Liebe, der Rätselhaftigkeit der Gefühle, der Schwierigkeit zu leben (und mit anderen zu leben) und dem Tod.
1973 Filmfestival in Cannes: Großer Preis der Jury
FIPRESCI-Preis der Internationalen Filmkritik
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JEAN EUSTACHE
Als ausgebildeter Elektriker und Sohn eines Maurers und einer Näherin gehörte Jean Eustache (1938 – 1981) als einziger unter den französischen Filmschaffenden seiner Zeit nicht der Bourgeoisie an. Seine Filme folgten auf die Nouvelle Vague, deren Werke im Kleinbürgertum, die von Eustache im proletarischen Milieu spielen. Sein Blick auf seine eigene Herkunft, deren Praktiken, Riten und Entbehrungen ist präzise und ohne Ausflüchte. In der Zusammenführung von Autobiografie, Fiktion und Gesellschaftsanalyse kommt die Perspektive des Autosoziobiografen zum Vorschein.
Kein Geld zu haben und damit auch einen erschwerten Zugang zum gesellschaftlichen Leben – Essen gehen, eine anständige Garderobe, ausgehen, Frauen ausführen, sich großzügig zeigen etc. – ist als Erfahrung stets präsent, ohne dass Eustaches Filme als Sozialdrama angelegt sind. Ebenso präsent und sichtbar sind die prekären Produktionsbedingungen, unter denen seine Filme entstanden.
Wir zeigen seine beiden einzigen Langspielfilme „La Maman et la Putain“ und „Mes petites amoureuses“ in jeweils restaurierter Fassung.
(nach u.a.: filmdienst.de)
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Kurzfilm:

Kurzspielfilm,·Schweden 2018
Regie: Christian Zetterberg, 5'30 Min.
Ein schüchterner Junge entdeckt beim Tanz in der Mittelschule neue Konzepte von Identität, Sexualität und Liebe.

