Robert Redford

ALL IS LOST

USA 2013, 106 Min., engl. OmU, DCP, FSK: ab 6, Regie: J. C. CHANDOR
Buch: J. C. Chandor, Kamera: Frank G. DeMarco, Peter Zuccarini, Musik: Alex Ebert
Mit: ROBERT REDFORD

DO 4.4. FR 5.4. SA 6.4. SO 7.4. MO 8.4. DI 9.4. MI 10.4.
20:00 19:00 21:30 17:00 -- -- --

Ein im Meer treibender Container schlägt eine kleine Segelyacht leck. Damit beginnt ein Film, in dem es kaum Worte gibt und nur eine Figur. Es wird keine geschliffenen Dialoge geben, keine smarten Kontrahenten.

Zunächst begleiten nur unaufgeregte Geräusche den einsamen Überlebenskampf des Seglers an Bord. Alle Unterhaltung, alle Spannung, sind in den Handlungen des alten Mannes begriffen. Er muss den verhakten Container vom Boot lösen, er versucht geduldig, das Leck zu flicken, er muss irgendwann schlafen, er fällt ins Wasser. Er versammelt die rettenden Mittel in einem Gummifloß, er navigiert. Der 77-jährige Robert Redford spielt diesen Mann mit kargem Trotz und notwendiger  Dringlichkeit. Er braucht keine Emotionen zur Schau stellen. Die Spannung ergibt sich aus der baren Notwendigkeit des Überlebens, diese macht alles wichtig, jeder Handgriff ist nur dem Gebot der Situation geschuldet.

Der Segler setzt auf eine Reihe von Möglichkeiten, das Kentern abzuwenden. Rückschläge, Hindernisse folgen mit der Unbeirrbarkeit des Amens in der Kirche. Seglerisches Können, Geduld und Disziplin spielt der Segler ebenso unbeirrt aus. Auf das Wetter hat er aber keinen Einfluss. Die Spannungsspirale kennt keine Pause.

Wenn er dazu Zeit findet, wundert sich der Zuschauer über den Einfallsreichtum dieses Ein-Mann-Kammerspiels. Und einen Robert Redford, der gegen Ende seines achten Lebensjahrzehnts mithilfe des Drehbuchs und der Regie von J. C. Chandor noch einmal solche Brillanz entwickelt. (H. Grie.)

www.uferpalast.de uses cookies. Close