• Meinen Hass bekommt ihr nicht
    Meinen Hass bekommt ihr nicht
  • Wet Sand
    Wet Sand
  • The Drover's Wife
    The Drover's Wife
  • Drei Winter
    Drei Winter
  • Crimes of the Future
    Crimes of the Future
  • La Dolce Vita
    La Dolce Vita
  • Die Handschrift von Saragossa
    Die Handschrift von Saragossa
  • Krieg und Frieden – Teil 1 - 4
    Krieg und Frieden – Teil 1 - 4
  • Krieg und Frieden – Teil 1 - 4
    Krieg und Frieden – Teil 1 - 4

UFERPALAST - Kino garantiert ohne 3D

  • Drii Winter. CH/D 2022, 137 Min., DCP, FSK: ab 12, Regie: MICHAEL KOCH
Do 15.12. Fr 16.12. Sa 17.12. So 18.12. Mo 19.12. Di 20.12. Mi 21.12.
20:00 19:00 21:00 18:00      

Buch: Michael Koch, Kamera: Armin Dierolf, Musik: Tobias Koch, Jannik Giger
Mit: Michèle Brand, Simon Wisler, Elin Zgraggen, Josef Aschwanden u.a.

Marco ist ein Mann wie ein Baum. Breitschultrig, mit einem Stiernacken und einem gewaltigen Bauch ausgestattet, ist der kurzgeschorene Mann einer, dem man auf den ersten Blick ansieht, dass er es gewohnt ist, schwere körperliche Arbeit zu verrichten. Gleich zu Beginn von Michael Kochs Film, der in den Bergen des Schweizer Kantons Uri spielt, sehen wir seinen gewaltigen Rücken bei der Arbeit, mit Wucht treibt er mit einem Vorschlaghammer Holzpflöcke in den Boden.
Fast eine Stunde dauert es, bis im Film zum ersten Mal Marcos Name fällt. Vorher ist er ein Namenloser, ohne Vorgeschichte, der mehr schweigt als redet und im Gasthaus abseits sitzt. Und doch scheint er endlich angekommen zu sein mit der zierlichen Kellnerin und Postbotin Anna. Eine Liebe und unwahrscheinliche Heirat bahnt sich an. Oder geht es mehr um eine Versorgungsgemeinschaft, auch wegen der unehelichen Tochter von Anna? Die Beziehung wird auf die Probe gestellt, als bei Marco ein Gehirntumor festgestellt wird und er seine Impulse nicht mehr kontrollieren kann.
Michael Kochs Drama um eine Beziehung setzt vor allem auf die Macht der Bilder. Prächtige Landschaftspanoramen, Detailaufnahmen harter körperlicher Arbeit, dazu immer wieder außergewöhnliche Bildausschnitte, bis aufs Äußerte verknappte Dialoge und ein pointierter Musikeinsatz geben „Drei Winter“ eine fast asketische, zugleich aber sehr intensive Anmutung, der man sich nur schwer entziehen kann. (nach Joachim Kurz, kinozeit)


Kurzfilm: