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UFERPALAST - Kino garantiert ohne 3D

  • Unrueh. CH 2022, 93 Min., OmU, DCP, FSK: ab 6, Regie: CYRIL SCHÄUBLIN
Do 5.1. Fr 6.1. Sa 7.1. So 8.1. Mo 9.1. Di 10.1. Mi 11.1.
  19:00  21:00 18:00  20:00  20:00  20:00

Buch: Cyril Schäublin, Kamera: Silvan Hillmann, Musik: Li Tavor,
Mit: Clara Gostynski, Alexei Evstratov, Monika Stalder, Hélio Thiémard, Valentin Merz u.a.

1877: der russische Kartograf Pyotr Kropotkin kommt in ein Tal im Schweizer Jura, angelockt von der hochentwickelten Uhrenfertigung dort und von der Nachricht, dass sich Arbeiter zu einer anarchistischen Gewerkschaft zusammengeschlossen haben. Er trifft auf eine Gesellschaft, in der Beamte und Gendarmen über die richtige Uhrzeit wachen und dem Produktionsbetrieb und der Gemeinschaft den Takt vorgeben. Immer effizienter werden die Produktionsabläufe in den Uhrmanufakturen organisiert, die sekundengenaue Kontrolle erzeugt einen steigenden Druck auf die Beschäftigten. Davon kann auch Josephine ein Lied singen, die über die Montage der Unruh, des Herzstücks der mechanischen Uhr, wacht und den zugereisten Kropotkin kennenlernt. Inspiriert von anarchistischen Ideen fordern sie die Befreiung der Zeit, setzen Solidarität und Pazifismus gegen Marktgesetze und Nationalismus.
Zeit ist Geld. Der Spruch hat sich längst bis in die letzten Fasern unserer Gehirne und Körper eingebrannt. Aber das war nicht immer so. Und es ist das Faszinosum des leisen, charmant-ironischen Films von Cyril Schäublin, dass er genau in den historischen Moment eintaucht, als die Hetze des modernen Lebens aus der Taufe gehoben wurde: mit dem Siegeszug einer Uhr, die jeder am Körper tragen kann.
Ohne Zeigefinger und mit wohltuender Ruhe spürt der Film dem Unglück nach, das die moderne Tyrannei der Zeit über die Menschheit gebracht hat. Und vor allem: Dass dies keineswegs alternativlos war. Im Uhrmacherdorf gibt es 1877 noch drei weitere Zeiten neben der Fabrikzeit: die Kirchenzeit, die Gemeindezeit und die Telegrafenzeit. Alle haben ihren eigenen Rhythmus, die Fabrikzeit ist (noch) keineswegs dominant.
(nach: Verleih, film-rezensionen)


Kurzfilm:


POP MUSIK

Dokumentarfilm, Schweden 2022, Farbe und S/W
Regie: Maximilien Van Aertryck, Axel Danielson, 12'44 Min.

ARBETE ÅT ALLA! (JOBS FOR ALL!) ist ein hochchoreografierter Rückblick auf das Industriezeitalter, wie wir es heute kennen – eine intensive und spielerische Achterbahnfahrt, die die Zuschauer*innen auffordert, sich damit auseinanderzusetzen, wie „Arbeit funktioniert". Der vollständig aus Archivmaterial bestehende Film entfaltet sich in den für die Filmemacher typischen, humorvoll-kritischen, cineastischen Stimmen.