| Do 30.04. | Fr 1.05. | Sa 2.05. | So 3.05. | Mo 4.05. | Di 5.05. | Mi 6.05. |
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Berlinale 2026, Goldener Bär für den besten Film
Buch: İlker Çatak, Ayda Meryem Çatak, Kamera: Judith Kaufmann, Musik: Marvin Miller
Mit: Özgü Namal, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, İpek Bilgin u.a.
Derya ist eine gefeierte Theaterschauspielerin, verheiratet mit dem angesehenen Dramatiker und Universitätsprofessor Aziz. Das Paar ist fester Bestandteil der kulturellen Bildungsbürgertums-Elite, selbstverständlich links und regierungskritisch, und hat es sich samt Teenager-Tochter Ezgi in seiner schicken Altbauwohnung in Ankara ein wenig zu bequem eingerichtet, während das Land zusehends von Terroranschlägen, Polizeiaufgeboten und immer heftigeren Protesten umgetrieben wird.
Irgendwann macht sich das verschärfte politische Klima auch in ihrem Alltag ganz handfest bemerkbar. Erst wird Aziz an der Hochschule ohne Angaben von Gründen beurlaubt, dann wird sein neues Stück mit Derya in der Hauptrolle kurzerhand abgesetzt und sie wenig später gefeuert. Als absehbar ist, dass sie sich ihre Wohnung nicht mehr leisten können, zieht die Familie vorübergehend zu Aziz’ Mutter nach Istanbul. Doch Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste gehen nicht spurlos an der Ehe vorbei. Während sie gemeinsam nach neuen Möglichkeiten suchen, ihre Karrieren fortzusetzen, müssen sie sich mit den Konflikten zwischen ihren Idealvorstellungen und den praktischen Erfordernissen des Alltags auseinandersetzen.
Ohne konkrete Namen und Ereignisse zu nennen oder die innenpolitische Lage näher zu umreißen, erzählt der deutsch-türkische Regisseur Ilker Çatak mit „Gelbe Briefe“ viel über die heutige Türkei – und lässt doch keinen Zweifel daran, dass seine Geschichte eine universelle ist, die über kurz oder lang Kunstschaffende und Intellektuelle überall auf der Welt erwarten könnte. Dass Berlin hier als Kulisse für Ankara dient und Hamburg Istanbul »spielt«, ist entsprechend nicht nur ein reizvoller Verfremdungseffekt, sondern hilft auch beim Erzeugen eines Gefühls von Universalität.
Kurzfilm:
Maskenball

Kurzspielfilm, Deutschland 2017
Regie: Gwendolen van der Linde, 4'25 Min.
Die Rebellen Vesta und Nathan wollen dem korrupten Regime um sie herum mit Kunstaktionen die Stirn bieten. Bei einer dieser nächtlichen Aktionen geht etwas schief. Panisch fliehen sie zurück in ihre Siedlung, doch das Regime findet sie überall.
