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  • Als ob die Welt tanzt - mit Filmgespräch mit Wolfgang Latteyer (Verleiher)
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  • Sommerpause vom 25.6. bis 16.9.
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UFERPALAST - Kino garantiert ohne 3D

  • D/A 2026, 123 Min., DCP, FSK: ab 12, Regie: Sandra Wollner
Do 17.09. Fr 18.09. Sa 19.09. So 20.09. Mo 21.09. Di 22.09. Mi 23.09.
20:00 20:00 20:00 18:00 20:00 20:00 20:00

Buch: Sandra Wollner, Roderick Warich, Kamera: Gregory Oke, Musik: David Schweighart
Mit: Birgit Minichmayr, Lotte Shirin Keiling, Tristán López, Carla Hüttermann u.a.

Ein lichtdurchfluteter Morgen in Berlin. Jung, verliebt, zugedröhnt nach einer rauschenden Partynacht, lümmeln Jessie und ihr Freund Lux auf dem Dach eines Hochhauses herum – nur aus der Ferne erkennen wir die Beiden. Jessie schießt ein Foto vom Sonnenaufgang. Dann stolpert sie beim Fotografieren und stürzt in die Tiefe.
Mit diesem Faustschlag beginnt der Film, und es nimmt eine Trauerstudie ihren Lauf, wie sie im Kino selten zu sehen war. Wie mit dem plötzlichen Tod der 17-jährigen Tochter umgehen? Jessies Mutter Ella, gespielt von einer zurückhaltend-intensiven Birgit Minichmayr, gießt in der nächsten Einstellung die Blumen am Grab der Tochter. Diese Friedhofsbesuche sind jetzt, ein Jahr später, für Ella und Jessies jüngere Schwester Melli schon ein Stück weit Routine. Doch dann begegnen sie zufällig Lux, der immer wieder von Leuten gesagt bekommt, dass ja vielleicht doch er schuld an allem sei. Die Treffen werden häufiger, bis die Drei spontan zum ursprünglich noch mit Jessie geplanten Familienurlaub nach Teneriffa aufbrechen.
„Everytime“ interessiert sich für das, was nach einem schweren Verlust mit den Menschen passiert. Wie Erinnerungen in die Gegenwart hineinragen, wie sie den Blick auf die Welt verändern. Was zunächst wie ein realistisches Familiendrama beginnt, löst sich Stück für Stück aus der vertrauten Wirklichkeit. Melli flüchtet sich in ein Computerspiel, Ella verliert sich in die Erinnerungen an das letzte Foto, das Jessie gemacht hat. Ihre Trauer entwickelt eine ganz eigene Logik, schleicht sich in jede Alltagssituation hinein. Dabei bedient sich Sandra Wollner auch surrealer Elemente. Unter der flirrenden Sonne Teneriffas verweben sich Erinnerung und Realität zunehmend ineinander und verleihen dem Film etwas Mysteriöses. Selten wurde die Idee, dass sich die Welt nach einem tragischen Verlust unwirklich anfühlen kann, derart intensiv und nachvollziehbar umgesetzt, mit Einstellungen und Bildern, die immer wieder überraschen und lange nachwirken.

Cannes 2026: Bester Film in der Sektion „Un Certain Regard“
Nominiert als Oscar-Beitrag in der Kategorie: Bester Internationaler Film

Kurzfilm:


Bild aus Kurzfilm

 

Animationsfilm/ Dokumentarfilm, Finnland 2010
Regie: Hannes Vartiainen, Pekka Veikkolainen, 6'45 Min.

In einer weiten, leblosen Landschaft, in der die Zeit stehen geblieben ist, beginnt ein verrücktes Ballett, und ein neu geschlüpfter Schmetterling wird sterben.