| Do 01.10. | Fr 02.10. | Sa 03.10. | So 04.10. | Mo 05.10. | Di 06.10. | Mi 07.10. |
| 20:00 | -- | 19:45 | 17:00 | -- | -- | -- |
Buch: Bi Gan, Kamera: Jingsong Dong, Musik: M83
Mit: Jackson Yee, Shun Qi, Mark Chao, Lin Gengxi u.a.
„Resurrection“ ist ein Meisterstück, ein Werk, das seine Zuschauer nicht an die Hand nimmt, sondern sie in einen großen Traumraum hineinzieht. Ganz selten existiert ein Film so sehr in seinem ganz eigenen Universum, dass er sich allen konventionellen Maßstäben entzieht.
So sind die einzelnen Episoden zwar in verschiedenen Phasen der chinesischen Historie verortet, spielen aber mit unterschiedlichen Genres der Filmgeschichte. Der Prolog greift Stummfilm, Schattenspiel und frühe Filmtricks auf, während spätere Passagen an deutschen Expressionismus, Film noir, Gangsterfilm und Vampirfilm anschließen. Die finale und filmisch spektakulärste Episode entführt uns in eine Hafenstadt und die Silvesternacht 1999, die mit einem Feuerwerk beginnt, und dann immer nur noch einen draufsetzt – gefilmt mit einer atemberaubenden, technischen Brillanz.
Zum Inhalt: Der Film spielt in einer Zukunft, in der Menschen Unsterblichkeit erlangen können, wenn sie nicht mehr träumen. Aber es gibt Menschen, sogenannte „Fantasmer“, die sich lieber in eine Traumwelt flüchten und dafür in Kauf nehmen, zu altern und zu sterben. Doch weil sie Realität und Träume durcheinanderbringen, können die Fantasmer den Fluss der Zeit durcheinanderbringen. Daher gibt es wiederum die „Anderen“, die sie auffinden und aufwecken sollen – nur ist das gar nicht so leicht, denn die Fantasmer können sich in jeder Ecke der (Kino-)Geschichte verbergen…
„Resurrection“ lotet die unbegrenzten Möglichkeiten des Kinos aus. In Zeiten fragmentierter TikTok-Aufmerksamkeit will Bi Gan das Kino wieder als Ort etablieren, der als Überwältigungsmaschine funktioniert. Inhaltlich hört sich „Resurrection“ wie eine ganz normale fantastische Geschichte an, doch was der erst 35-jährige Chinese hier wagt, ist ein stilistisch aus allen Ecken der Filmgeschichte schöpfendes Wunderwerk, überbordend und exzessiv, das in die Vergangenheit des Films blickt, weil es an die Zukunft des Kinos glaubt.
Cannes 2025: Gewinner des Spezialpreises der Jury
Kurzfilm:
Die Grenze

Animationsfilm, Deutschland 1995
Regie: Franz Winzentsen, 2'23 Min.
Den provisorischen Charakter bedenkend, wurde die Zonengrenze mit Blei-stift in die Karte eingezeichnet. Ein kartographisches Problem entstand erst, als die deutsch-deutsche Grenze ausradiert werden sollte.
