| Do 22.10. | Fr 23.10. | Sa 24.10. | So 25.10. | Mo 26.10. | Di 27.10. | Mi 28.10. |
| 20:00 | 20:00 | 17:00 | 20:00 | 20:00 | 20:00 |
Buch: Visar Morina, Doruntina Basha, Kamera: Janis Mazuch, Musik: Mario Batkovic
Mit: Astrit Kabashi, Flonja Kodheli, Kumrije Hoxha, Fiona Gllavica, Alban Ukaj u.a.
Shaban und Hatixhe bewirtschaften einen kleinen Hof im ländlichen Kosovo, als ihr Leben durch den Verrat des Bruders Liridon abrupt zerstört wird. Nach einem heftigen Streit verkauft Liridon heimlich alle Kühe und verschwindet mit dem Geld nach Deutschland. Ihrer Lebensgrundlage beraubt, muss das Ehepaar mit den drei Töchtern und Shabans Mutter in die Hauptstadt Pristina ziehen. Dort werden sie von der rauen Realität einer Stadtgesellschaft empfangen, in der Arbeit oft nicht mehr Ehre, sondern nur reines Überleben bedeutet.
In Pristina nimmt Hatixhes wohlhabende Schwester die Familie auf. Was wie Hilfe aussieht, entpuppt sich als stille Demütigung. „Alles hat seinen Platz, auch jeder Mensch“, erklärt der reiche Schwager. Und während sie anfangs in seinem Geräteschuppen hausen und seinen Nachtclub putzen, versuchen sie, ihren Platz zu finden. Aber das ist leichter gesagt als getan. Während Shaban sich als Tagelöhner durchschlägt, wird Hatixhe mit der Pflege der kranken Mutter und des sterbenden Schwiegervaters belastet. Die Suche nach einem eigenen Platz in einer kapitalgesteuerten Welt wird zur existenziellen Herausforderung.
Der Film nimmt sich Zeit, zeigt erst einmal ausführlich den früheren Alltag auf dem Bauernhof, bevor er uns live mitnimmt auf die steile Fahrt bergab. Auf der verzweifelten Suche nach Arbeit überwiegen Bilder der Zerstörung. Wenn Shaban schwarz bei Abrissarbeiten hilft, haben wir das Gefühl, hier wird noch viel mehr kurz und klein geschlagen: Irgendwann muss das Ganze kippen. Und es kippt. Im letzten Drittel überrascht der Film mit einer umwerfend langen poetischen Kamerafahrt, bevor er den möglichen Ausbruch vor Augen führt. Ein kunstvoll eindringlicher Hilferuf der Menschenwürde.
Sundance Film Festival 2026: Großer Preis der Jury
Filmfest München: Hauptpreis des Internationalen Wettbewerbs
Kurzfilm:
Flugversuche

Animationsfilm, Deutschland 2025
Regie: Adrián Jaffé, 3'18 Min.
Drei kleine Vögel, eine große Herausforderung – der erste Flug!
