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NOMADLAND

USA 2020, 107 Min., engl. OmU+dF*, DCP, FSK: ab 0,  Regie+Buch: CHLOÉ ZHAO, Kamera: Joshua James Richards, Musik: Ludovico Einaudi 
Mit: Frances McDormand, David Strathairn, Linda May, Charlene Swankie, Bob Wells u.a.

DO 14.10. FR 15.10. SA 16.10. SO 17.10. MO 18.10. DI 19.10. MI 20.10.
20:00* -- 18:00 20:00 20:00 20:00* 20:00*

Eine Frau fährt mit ihrem ausgebauten Van durch die Wüste. Ihr Name ist Fern, gespielt wird sie von der wunderbaren Schauspielerin Frances McDormand. Und eben deshalb könnte man ewig mit Fern durch den Westen der USA fahren.

Ferns Mann ist an Krebs gestorben. Noch dazu hat sie ihre Arbeit und ihr Haus verloren, nachdem ihr Heimatort durch eine Minenschließung zur Geisterstadt wurde. Also erklärt sie den rostigen Kleintransporter zu ihrem neuen Zuhause, fährt damit von Saisonjob zu Saisonjob. Fern ist eine moderne Nomadin wie so viele US-Amerikaner und -Amerikanerinnen. Und wenn mal der Reifen platt ist und der Ersatz fehlt, dann ist da noch die Bekannte auf der anderen Seite des Parkplatzes.

Die Solidarität unter den Menschen „on the road“ ist überlebensnotwenig in einem Land, das so vielen seiner Bürger jeden Rückhalt vorenthält. Und so ist „Nomadland“ ein Film über Menschen, die sich immer wieder begegnen im Windschatten einer Tankstelle, auf Umsonst-Campingplätzen. Oder auf dem Parkplatz eines Vergnügungsparks, der vorübergehend Niedriglohnjobs bietet.

In diesem großartigen Film erleben wir, wie auch der amerikanische Westen zur Ferns Heimat wird. Sie nimmt das Freiheitsversprechen der amerikanischen Landschaft beim Wort. Man glaubt dieser wortkargen, tapferen Frau, dass sie kein Haus mehr braucht, wenn sie morgens mit Blick auf einen Canyon Kaffee trinkt. Oder mit Kameradinnen am Lagerfeuer sitzt. Eine friedliche Pionierin ihres eigenen Lebens. (nach: ndr.de / katja nicodemus)

„Nomadland“ ist der dritte Spielfilm von Chloé Zhao. Wie auch bei ihren vorherigen Filmen verbrachte Zhao viel Zeit mit den Menschen, von denen sie erzählt. In „Nomadland“ arbeitet sie zum ersten Mal mit einer professionellen Darstellerin. Gemeinsam mit Frances McDormand lebte sie monatelang auf Wohnwagenparkplätzen. Die beiden Frauen, schlossen Bekanntschaften und Freundschaften mit echten Straßennomaden. In „Nomadland“ spielen sich einige selbst. Ihre heiteren und schmerzliche Geschichten fließen in den Film ein. Etwa die von Robert Wells, der vor Jahren seinen Sohn verlor und ein Trainingscamp für Straßennomaden gründete, in dem auch Fern Überlebenstricks lernt.

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